Mineralien und Spurenelemente: 2. Katalytisch hochaktive Metalle – ein Blinder Fleck bei Analyse und Bewertung

Dez 11, 2020 | Biologie & Physiologie, Mineralien-Spurenelemente

Betrachten wir besonders katalytisch hochaktive Metalle wird eines deutlich. Getreu dem Motto „was ich nicht kenne oder analysieren kann, existiert nicht bzw. hat keine Bedeutung“ findet diese Denkweise vor allem bei den Spezialisten der Ökotrophologie statt, die wiederum Empfehlungen herausgeben die irgendwann für alle verbindlich werden.
Der Grund ist einfach, die Elemente im „Blinden Fleck“ Platin, Iridium, Palladium, Gold, Rhodium und Rhenium lassen sich nicht einfach lösen oder analysieren und damit statistisch erfassen – wenn, dann nur mit sehr viel Aufwand. Die hohe Gitterenergie dieser Metalle ist die Ursache, welche die Atome fest zusammenhalten. Es bedarf einigen Aufwand um diese Gitter / Raumstruktur „aufzubrechen“.
Die Konsequenz davon ist, das bei der Analyse von Lebensmitteln und Inhaltsstoffen diesen katalytisch hoch aktiven Metallen keine Beachtung geschenkt wird. Im Endergebnis werden sie dann vorsorglich auf EU Ebene verboten, während diese in den USA z.B. als Nahrungsergänzung käuflich zu erwerben sind.

Die Elemente im “Blinden Fleck” werden nicht analysiert und als essentiell betrachtet und damit nach und nach aus unserem Nahrungskreislauf entfernt

Finden diese besonderen Metalle als Spurenelemente in der benötigten Menge nicht mehr den Weg in unseren Nahrungskreislauf über das Wasser, die Böden (jahrelange Monokultur und ausgelaugte Böden), die Pflanzen (können nichts mehr aus dem Boden aufnehmen), Tiere und letztendlich unsere Nahrung, können eine Vielzahl an Enzymverbindungen nicht so hergestellt werden und wirken wie es notwendig ist. Der Körper muss immer mehr improvisieren und „minderwertige“, jedoch vorhandene Metalle in die Enzymverbindungen einbauen.
Ein Enzym mit Platin im Zentrum hat im Gegensatz zu einem Eisenzentralatom eine deutlich höhere katalytische Aktivität um den Faktor 1.000 bis 10.000 – siehe Grafik.
Der Mangel an katalytisch aktiven Metallen im Körper führt auf Dauer immer mehr zu Funktionsstörungen im Stoffwechsel / Zellstoffwechsel und eingeschränkten Reparaturprozessen, das ist bio-logisch nur eine Frage der Zeit.
Weitere Infos und Beispiele einiger katalytisch aktiver Metalle und Reaktionsenergie im Teil 3
Katalytisch aktive Metalle Unterschied Eisen und Platin